"Wir haben diese Kuppel nicht umsonst!"

Leseprobe

Dotty senkte den Kopf und sagte leise:
„Wir haben diese Kuppel nicht umsonst, glaub mir.“ Besorgt sah der Drache zu der kleinen Frau hinüber. „Es wundert mich, dass sie dich mitgenommen hat. Ich dachte mir schon, dass sie irgendwann ihre Grenzen austesten will. Deswegen wird auch kein Licht meine Kuppel durchdringen, es wird sonst wie ein Leuchtfeuer über die Ebene blenden.“

Treidis kannte Dotty schon sehr lange, er vertraute ihr. Auch wenn er den Drachenkörper noch nicht so gut deuten konnte, sah er die Besorgnis in dem ledrigen Gesicht des Tieres.

„Bleib bei mir, es wird dir nichts geschehen“, flüsterte Dotty und schnaubte durch die großen Nüstern.

Treidis kämpfte die Unruhe nieder und sah wieder zu Grace.

Sie hatte sich nicht die Mühe gemacht, sich zu kämmen. Lose Haarsträhnen trieben im Wind, sie hatte die Lippen zu einer dünnen Linie zusammengekniffen. Grace ließ ihre Arme hängen, doch sie ballte ihre Hände immer wieder zu Fäusten.

Der goldene Schimmer von Dottys Kuppel gab ihrem Gesicht ein entspanntes Aussehen, doch davon ließ Treidis sich nicht täuschen. Die tiefen Furchen auf ihrer Stirn sprachen Bände.

„Seid ihr soweit?“, fragte Grace angespannt.

„Wir sind neugierig, Mylady!“, antwortete Dotty und legte ihre Flügel auf dem großen Körper zurecht.

Ist sie etwa nervös?, ging es ihm durch den Kopf.

Menü schließen