Die TARENQUA - Eine Erklärung

  • ALLGEMEINES:

Als Tarenqua [Tarenkwa] wird ein matriarchalisches und großteils von Männern unabhängig lebendes Frauenvolk bezeichnet. Es lebte versteckt (vermutlich im Gebirge des Ostens in Fascor bzw. in den Grenzgebieten) und hinterließ keine nachweisbaren Siedlungen.

Da die Faktenlage aufgrund dessen, dass die wagemutigen Kämpferinnen im Geheimen lebten, sehr dünn ist, bezieht sich dieser Artikel auf die wenigen Überlieferungen.

In „Gesammelte Werke der einfachen Bevölkerung“ von Hofschreiber Knud Verhalfer ist Folgendes nachzulesen: „Sie werden schon in frühester Kindheit zu vortrefflichen Kriegerinnen ausgebildet und zur Schweigsamkeit erzogen. Erfährt man, dass man einer Tarenqua gegenübersteht, ist es bereits zu spät.“

 

Tarenqua ließen sich als Leibwächterinnen oder Auftragsmörderinnen anwerben, hatten jedoch immer „noble, erhabene und zutiefst anständige Gründe für ihr Tun“, wie Knud Verhalfer versichert. Andere Quellen („Mitschrift zur Urteilsfindung unter König Mika IV“ – des damaligen Hofbibliothekars, Name unbekannt- und „Dreckiges Gesindel unter sich – Sammlung von Liedern“ von Minnesänger Ole Sverson) bestätigen dies.

Außerdem besingt Ole Sverson die „Flachbrüstigkeit der männergleichen Weyber“, die es ihnen ermöglichte, sich glaubhaft als junge Burschen zu tarnen.

  • HERKUNFT DES NAMENS

Der Name „Tarenqua“ leitet sich höchstwahrscheinlich aus der Bezeichnung „Tares“ [Táres] ab, die gebräuchlich war für Assassinen. Der Name zeigt die Bedeutsamkeit auf, die den weiblichen Kämpferinnen zugesprochen wurde.

  • BEWAFFNUNG:

Klassischerweise trugen die Tarenqua unauffällige Waffen, die unter der Kleidung versteckt werden konnten. Wurfmesser oder -sterne, Dolche, Stilette, Drahtschnüre und Haarnadeln fanden Verwendung, um ihre Gegner auszuschalten.

Da eine Tarenqua ebenfalls im waffenlosen Kampf ausgebildet war, konnte sie einen Gegner allerdings auch ohne Waffen überwältigen und gegebenenfalls töten.

Gerade diese Fähigkeiten machten sie zu herausragenden und unauffälligen Leibwächterinnen, die für ihre Loyalität sehr geschätzt wurden.

  • SOZIALES LEBEN:

Ist bereits wenig über die Tarenqua an sich bekannt, existieren keinerlei Berichte über die Lebensweise der Frauen. Die überaus wenigen Tarenqua, die in den Jahrhunderten der Blütezeit des Volkes gefasst wurden, schwiegen eisern über ihre Auftraggeber und ihre Herkunft, selbst „wenn man sie mittels Folter zum Reden bringen wollte“. (Ole Sverson)

  • KUNST UND KULTUR:

Die Tarenqua waren hochgebildet, hinterließen jedoch keine nennenswerten kulturellen Einflüsse.

(Quellen: „Mitschrift zur Urteilsfindung unter König Mika IV“ –  des damaligen Hofbibliothekars, Name unbekannt –   und „Dreckiges Gesindel unter sich – Sammlung von Liedern“ von Minnesänger Ole Sverson, „Gesammelte Werke der einfachen Bevölkerung“ von Knud Verhalfer)

König Bent II errichtete zu Ehren seiner Leibwächterin die Bronzestatue „Namenlose Heldin zu Pferde“, da sie den Tod fand, als sie die königliche Familie erfolgreich gegen die Übermacht von neun Angreifern verteidigte.

 

  • EINFLÜSSE IN DER HEUTIGEN ZEIT:

Das einfache Volk von Fascor erzählt sich Geschichten über die Tarenqua, die verantwortlich war für den Sturz des Tyrannen Anatarsi.

Nach dem Sturm auf den Königshof und dem Sturz der Monarchie befreite sie mit Prinz Liam von Fascor die Gefangenen im Kerker, dem sogenannten Fels. Die vielfach nacherzählten Geschichten wurden zweifellos ausgeschmückt, wird doch erzählt, Königin Trina von Ashturia wäre als Tarenqua an Prinz Liams Seite gewesen. Sie und ihr Drache Fecyre hätten den mit dem Putsch einhergehenden Bürgerkrieg beendet und die Befreiungsarmee in die Knie gezwungen.

Quellen:

(einsehbar in der Großen Bibliothek des Königs, Fascor)

Knud Verhalfer: Gesammelte Werke der einfachen Bevölkerung

Hofbibliothekar unter König Mika IV: Mitschrift zur Urteilsfindung unter König Mika IV

Ole Sverson: Dreckiges Gesindel unter sich – Sammlung von Liedern